Josef Rademann: „Da ich dieses Sommersemester das erste Mal in der Hochschullehre tätig war, sah ich es als ein sehr gutes Angebot, bei diesem Vorhaben Hilfe zu bekommen, und als eine wunderbare Unterstützung sich auch hochschuldidaktisch weiter zu bilden

Josef Rademann

LehreLernen: Stellen Sie sich kurz vor

Josef Rademann: Mein Name ist Josef Rademann. Ich komme vom Fachbereich Geographie, vom Lehrstuhl für Sozialgeographie. Meine Tätigkeit ist dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Pro-Qualität Lehre" zu arbeiten und ich promoviere in diesem Fachbereich. Zu LehreLernen bin ich das erste Mal als Student in einem Tutorenworkshop gekommen - das war schon im WS 2012. Außerdem habe ich noch einige freiwillige Kurse absolviert und im Sommersemester 2014 am Basic-Programm teilgenommen.

LL: Was hat Sie motiviert am LehreLernen-Workshop teilzunehmen?

JR: Da ich dieses Sommersemester das erste Mal in der Hochschullehre tätig war, sah ich es als ein sehr gutes Angebot, bei diesem Vorhaben Hilfe zu bekommen, und als eine wunderbare Unterstützung sich auch hochschuldidaktisch weiter zu bilden.

LL: Können Sie zusammenfassen was ihre wichtigste Erkenntnis war, die Sie durch den LehreLernen-Workshop erhalten haben?

JR: Die wichtigste Erkenntnis war für mich, dass im Basic-Programm eine Videoaufzeichnung stattfand, die die Möglichkeit eröffnete, konkret an den eigenen Lehrveranstaltungen zu arbeiten. Durch die Inhalte der Workshops konnte so ein Bewusstsein entstehen über das eigene Lehrverhalten nachzudenken und somit auch konkret Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt bekommen.

LL: Können Sie konkrete Verbesserungsmöglichkeiten nennen, die auch selber in ihrer Lehre verwenden?

JR: Ja neben dem Aspekt, wie man als Lehrender wirkt im Allgemein, was man für Zuständigkeiten hat, war es sehr entscheidend zu erfahren, was man für Zielvorgaben in einer Lehrveranstaltung haben kann und dass die Zielorientierung in einer Lehrveranstaltung sehr entscheidend ist. Hinzu kommt ein Bewusstsein bzw. ein sehr reflektierter Umgang mit der eigenen Lehrveranstaltung.

LL: Konnten Sie innerhalb des Workshops von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer und den der Workshop-Leiter profitieren?

JR: Ja durchaus! Es war generell eine sehr gute Arbeitsatmosphäre in diesen Workshops, sowohl von der Seite der Workshop-Leitenden als auch von der Seite der Workshop-Teilnehmer. Es herrschten kaum Hierarchien und auch Alters- und Erfahrungsunterschiede waren eher als Bereicherung anzusehen. Demzufolge war die Arbeitsatmosphäre sehr gut und auch ältere Teilnehmer äußerten sich positiv darüber, dass die Jüngeren reflektiert mit diesen Themen umgehen, wodurch eine Win-Win-Situation für alle entstand.

LL: Anknüpfend an die Motivation, die Sie zu Beginn hatten, um am LehreLernen-Workshop teilzunehmen, würden Sie jetzt im Nachhinein sagen, dass ihre Ziele und Wünsche erfüllt wurden?

JR: Das kann ich klar mit Ja beantworten, obwohl das sicherlich daran liegt, welche Ziele und Erwartungen man sich setzt. Ich hatte eine relativ offene Erwartungshaltung, diese wurde aber grundlegend erfüllt, da ich mir eben das erhofft habe, was ich genannt habe: einen reflektierten Umgang mit den eigenen Lehrerfahrungen und auch ein Handwerkszeug für Themenfelder zu erlangen.

LL: Würde Sie die Servicestelle LehreLernen weiter empfehlen?

JR: Würde ich unbedingt, gerade für Unerfahrene oder noch junge Lehrende. Zum einen ist es kein großer finanzieller Aufwand und zum anderen sehe ich es als sehr wichtig an, dass auch in Lehre investiert wird. Gerade an der Hochschule wird oft zu viel in die eigene Forschung investiert und die Lehre wird sehr stiefmütterlich behandelt. Ich habe da eben eine andere Meinung und finde es sehr wichtig, dass man da Zeit investiert und auch einen größeren Nutzen raus bekommt.

 

Das Interview ist gekürzt. Die vollständige Fassung finden Sie in der MP3-Datei hier.
Das Interview führte Josephin Hartmann; Transkription Josephin Hartmann.

Übersicht Dr. Stefanie Graefe